Bildnerische Auseinandersetzung mit Leipziger Brachen

Brachen sind wirtschaftlich gesehen unnütz. Doch sie erhalten einen besonderen Wert durch ihre Vergänglichkeit. Unter dem Gesichtspunkt der aktuellen Stadtteilentwicklungen in Leipzig geben sie zunehmend urbaner Veränderung nach. Sie werden renoviert, um alte Bausubstanz zu erhalten – oder abgerissen, um Platz zu machen für Areale schnell wachsender Gebäude.

In ihrer Unterschiedlichkeit haben Brachen ein hohes Potential als Projektionsflächen für verschiedene Nutzungskonzepte. Industriebrachen, innerstädtische Freiflächen und  ehemalige Bahnbetriebsflächen weichen in ihrem Jetztzustand der Umsetzung privater und städtischer Bebauungspläne oder werden sich selbst überlassen.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit Leipziger Brachen und präsentiert studentische Arbeiten im Bereich der Fotografie und Installation. Dokumentieren die fotografischen Arbeiten die Brachflächen in ihrem aktuellen Zustand, so beschäftigen sich die Installationen mit fiktiven Räumen und Begebenheiten als Produkt der kritischen und vielfach humoristischen Auseinandersetzung mit der vorgefundenen Materie und der Geschichte, die den jeweiligen Orten anhängt.

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